Tief berührt im Höhlen-Ambiente Lauf:
Konzert von Gregorianika in den Felsenkellern war ein Genuss ![]() Nicht nur die Stimmung war gut, auch die Stimmen der Ukrainer sorgten für ein besonderes Konzerterlebnis. Fotos: Schlichting Erstmals
gab es am Laufer Marktplatz
die Gelegenheit, die schönen Felsenkeller einmal mit musikalischem
Zauber bei
gregorianischem Gesang und Kerzenschein zu erleben, während es bisher
nur
möglich war, die historischen Gewölbe bei Führungen zu betreten. Das
Angebot
stieß auf so großes Interesse, dass zwei Konzerte mit der Gruppe
Gregorianika angeboten wurden, bei denen jede schöne Nische
besetzt war, und die Zuschauer
von der Musik beeindruckt waren. Vorsichtig
betreten die Besucher
die historischen Felsenkeller, deren anmutige
natürlche Strukturen durch
romantische Beleuchtung mit Grubenlampen und Kerzenschein besonders zur
Geltung
kommen. Ein besonderes Flair lag in der Luft, das Ganze hatte etwas vom
Eintauchen in eine faszinierende Höhlenwelt und war geeigent zu
entspannen und
innig zu genießen So die Stimmung, als die Mitglieder des Männerchors
Gregorianika aus der Ukraine in ihren grauen Mönchskutten feierlich
hintereinader einnmarschierten.
Dann
bemächtigten sich die sechs
Stimmen, ein Bass, zwei Baritone, ein zweiter und zwei erste Tenöre
desRaumes mit einer solchen Klangfülle,
dass man meinen konnte ein großer Chor stecke
dahinter. Mit bemerkenswerter Bandbreit ihrer
Stimmen glänzten die beiden ersten
Tenöre, Sergiy Rybyn und Volodymyr Popiv, in erstaunlichen
Höhen brillant und
glasklar, womit sie die Seelen der Zuhörer tief berührten. Begeistern
konnten aber auch die
tragenden ausdrucksvollen Stimmen im Bariton und Oleksiy Semtschuk,
ihr musikalischer
Leiter im Bass. Der Chor baut Brücken zwischen der
Mystik des
ursprünglichen einstimmigen gregorianischen Gesangs, mehrstimmig in
geistlichen Gesängen und
Eigenkompositionen modernerer Art
mit
spirituellem Charakter. Alle
beinhalteten ein inniges Bekenntnis
zum Glauebn. Einige Lieder mit meditativem
Charakter wurden von Mönch im Kloster zum Gebet gesungen. Manche
Zuhörer schlossen die
Augen
und genossen sichtlich die
andächtige Stimmung. Um
diese Veranstaltung möglich zu
machen, hatten wie
mehrfach
berichtet jahrelang
Mitglieder der Altstadtfreunde Lauf unter dem Vorsitz von Baldur
Strobel,
ehemaliger Gymnasiallehrer,
immense Vorarbeiten geleistet. Tonnenweise
Material schafften sie aus den Felsengängen
mit Schubkarren heraus.
Stützungsarbeiten an den Gängen sind mit Hilfe der Stadt Lauf
durchgeführt
worden. Die Familie von Hans Bernd Simon, die
Eigentümer des
Veranstaltungsortes hatten zudem die Erlaubnis zur öffentlichen
kulturellen Nutzung gegeben.
ANDREA SCHLICHTING ![]() Das Publikum lauschte andächtig bei Kerzenlicht. |