PZDienstag, 6. Oktober 2009

Tief berührt im Höhlen-Ambiente


Lauf: Konzert von Gregorianika in den Felsenkellern war ein Genuss


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Nicht nur die Stimmung war gut, auch die Stimmen der Ukrainer sorgten für ein besonderes Konzerterlebnis. Fotos: Schlichting

   
Erstmals gab es am Laufer Markt­platz die Gelegenheit, die schönen Felsenkeller einmal mit musikali­schem Zauber bei gregorianischem Gesang und Kerzenschein zu erleben, während es bisher nur möglich war, die historischen Gewölbe bei Führun­gen zu betreten. Das Angebot stieß auf so großes Interesse, dass zwei Konzerte mit der Gruppe Gregorianika angeboten wurden, bei denen jede schöne Nische besetzt war, und die Zuschauer von der Musik beeindruckt waren.
 
Vorsichtig betreten die Besucher die historischen Felsenkeller, deren an­mutige natürlche Strukturen durch romantische Beleuchtung mit Grubenlampen und Kerzenschein besonders zur Geltung kommen. Ein besonderes Flair lag in der Luft, das Ganze hatte etwas vom Eintauchen in eine faszi­nierende Höhlenwelt und war geeigent zu entspannen und innig zu genießen So die Stimmung, als die Mitglieder des Männerchors Gregorianika aus der Ukraine in ihren grauen Mönchskut­ten feierlich hintereinader einnmarschierten.
 
Dann bemächtigten sich die sechs Stimmen, ein Bass, zwei Baritone, ein zweiter und zwei erste Tenöre desRaumes mit einer solchen Klangfülle, dass man meinen konnte ein großer Chor stecke dahinter. Mit bemerkens­werter Bandbreit ihrer Stimmen glänzten die beiden ersten Tenöre, Ser­giy Rybyn und Volodymyr Popiv,  in erstaunlichen Höhen brillant und glasklar, womit sie die Seelen der Zuhörer tief berührten.

Begeistern konnten aber auch die tragenden ausdrucksvollen Stimmen im Bariton und Oleksiy Semtschuk, ihr musikalischer Leiter im Bass. Der Chor baut Brücken zwischen der My­stik des ursprünglichen einstimmigen gregorianischen Gesangs, mehrstimmig in geistlichen Gesängen und Ei­genkompositionen modernerer Art mit spirituellem Charakter.

 Meditativer Charakter

Alle beinhalteten ein inniges Be­kenntnis zum Glauebn. Einige Lieder mit meditativem Charakter wurden von Mönch im Kloster zum Gebet gesungen. Manche Zuhörer schlossen die Augen und genossen sichtlich die andächtige Stimmung.

 
Um diese Veranstaltung möglich zu machen, hatten wie mehrfach berichtet jahrelang Mitglieder der Altstadtfreunde Lauf unter dem Vorsitz von Baldur Strobel, ehemaliger Gymnasi­allehrer, immense Vorarbeiten gelei­stet. Tonnenweise Material schafften sie aus den Felsengängen mit Schub­karren heraus. Stützungsarbeiten an den Gängen sind mit Hilfe der Stadt Lauf durchgeführt worden. Die Fami­lie von Hans Bernd Simon, die Eigentümer des Veranstaltungsortes hatten zudem die Erlaubnis zur öffent­lichen kulturellen Nutzung gegeben.  
ANDREA SCHLICHTING


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Das Publikum lauschte andächtig bei Kerzenlicht.