Wehr Räumen - Dezember 2011

 

Nicht das Wasserwirtschaftsamt, sondern ehrenamtliche Helfer von THW und Wasserwacht und schließlich noch der Bauhof der Stadt haben die Pegnitz in Lauf wieder sauber gemacht. Am ersten Wehr, direkt unterhalb der Wasserbrücke, hatten sich in den letzten Monaten Berge von Baumstämmen und Treibgut verfangen und ragten unschön in die Luft. Ein Bild, das nicht nur Spaziergänger und Anlieger störte, sondern auch die Altstadtfreunde um Baldur Strobel auf den Plan rief. Vom Landratsamt wurde der Verein an das zuständige Wasserwirtschaftsamt verwiesen, dort allerdings sah man überhaupt keinen Handlungsbedarf. Solange das Wasser problemlos abfließen kann, so die Antwort des Amtes bei einem Ortstermin, werde nichts unternommen. "Das nächste Hochwasser nimmt die Stämme schon wieder mit." 

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Sollte das Treibgut mitten in Lauf aber optisch stören, dürfen die Altstadtfreunde die Bäume auf eigene Gefahr und Kosten entsorgen, aber nicht einfach über das Wehr weiterbefördern. Nicht gerade das, was man hören wollte, aber den Zustand belassen wollten die Altstadtfreunde auch nicht. Also sprach man Florian Seitz vom THW an, der bei einem Ortstermin spontan zusagte. Allerdings wollte er unbedingt Unterstützung durch die Wasserwacht. Am Samstag war es dann so weit. Die Wasserwachtler um Willi Zimmermann und Axel Eichler stiegen in ihren Neoprenanzügen in die flachen Fluten oberhalb des Wehres, zerrten die schweren und vollgesogenen Stämme von der Wehrkante und befestigten sie an Leinen. Das THW hatte seinen LKW mit Kran am Ufer vor der Reichelschen Schleif in Stellung gebracht. Sie zogen das Treibgut zum Ufer, hoben es mit dem Greifer aus dem Wasser, zersägten es und türmten es auf einen Haufen. Am Ende der Aktion spendierte der Wirt des Gasthauses Mauermühle allen Helfern noch ein Essen. Und wenige Tage später holten die Arbeiter vom Bauhof der Stadt Lauf den ganzen Unrat mit einem LKW ab.