Nicht
das Wasserwirtschaftsamt, sondern ehrenamtliche Helfer von THW und
Wasserwacht und schließlich noch der Bauhof der Stadt haben die Pegnitz
in Lauf wieder sauber gemacht. Am ersten Wehr, direkt unterhalb der
Wasserbrücke, hatten sich in den letzten Monaten Berge von Baumstämmen
und Treibgut verfangen und ragten unschön in die Luft. Ein Bild, das
nicht nur Spaziergänger und Anlieger störte, sondern auch die
Altstadtfreunde um Baldur Strobel auf den Plan rief. Vom Landratsamt
wurde der Verein an das zuständige Wasserwirtschaftsamt verwiesen,
dort allerdings sah man überhaupt keinen Handlungsbedarf. Solange das
Wasser problemlos abfließen kann, so die Antwort des Amtes bei einem
Ortstermin, werde nichts unternommen. "Das nächste Hochwasser nimmt
die Stämme schon wieder mit."
Sollte das Treibgut mitten in Lauf aber optisch stören, dürfen die
Altstadtfreunde die Bäume auf eigene Gefahr und Kosten entsorgen,
aber nicht einfach über das Wehr weiterbefördern. Nicht gerade das, was
man hören wollte, aber den Zustand belassen wollten die Altstadtfreunde
auch nicht. Also sprach man Florian Seitz vom THW an, der bei einem
Ortstermin spontan zusagte. Allerdings wollte er unbedingt
Unterstützung durch die Wasserwacht. Am Samstag war es dann so weit.
Die Wasserwachtler um Willi Zimmermann und Axel Eichler stiegen in
ihren Neoprenanzügen in die flachen Fluten oberhalb des Wehres, zerrten
die schweren und vollgesogenen Stämme von der Wehrkante und
befestigten sie an Leinen. Das THW hatte seinen LKW mit Kran am Ufer
vor der Reichelschen Schleif in Stellung gebracht. Sie zogen das
Treibgut zum Ufer, hoben es mit dem Greifer aus dem Wasser, zersägten
es und türmten es auf einen Haufen. Am Ende der Aktion spendierte der
Wirt des Gasthauses Mauermühle allen Helfern noch ein Essen. Und wenige
Tage später holten die Arbeiter vom Bauhof der Stadt Lauf den ganzen
Unrat mit einem LKW ab. |