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Stadtmarketingverein Amberg und Prof. Pablo de la Riestra

DIENSTAG, 14. NOVEMBER 2006              
STADT AMBERG

„Juwel Amberg neu schleifen"

Koch wirbt bei Stadtmarketingverein für Riestra~Projekt: 
Bereits Auftrag für Luftmuseum und Paulanerkirche

Amberg. (jrh) Nur wer einmal hier war, ist begeistert“, versuchte Stadtmarketing-Gast Wilhelm Koch eine Brücke zwischen dem Architekturzeichner Pablo de la Riestra und den Zielen des Vereins zu schlagen, „viele wissen nicht einmal, wo die Oberpfalz liegt — mit den detailgetreuen Zeichnungen könnte man einen neuen Blick auf die historischen Gebäude freilegen, das Juwel Amberg neu schleifen“.

Wilhelm Koch, Herr des Luftmuseums, brachte auf Einladung des Stadtmarketingvereins zur Jahreshauptversammlung im Malteser nicht nur den argentinischen Starzeichner höchstpersönlich mit (siehe Kasten), sondern auch Vertreter der Altstadtfreunde Lauf, deren Innenstadt der Kunstprofessor mit kolorierten Tuschezeichnungen verewigt hat.

Herbert Höfel, Schatzmeister der Lauter Altstadtfreunde, machte deutlich, dass die Zeichnungen des Südamerikaners der fränkischen Stadt nicht nur eine künstlerische Bereicherung bescherten: „Der Altstadt-Prospekt war unser Beitrag zur 650-Jahrfeier — als Auftraggeber haben wir auch die Rechte am Bild erworben und DIN-A1-, DIN-A2-Poster und 5000 Faltpläne mit den markantesten Gebäuden drucken lassen - die liegen in den Buchhandlungen aus, wo wir sie für vier Euro verkaufen

Auf ganz hohem Niveau

Natürlich sei das ein langfristiges Geschäft, das sich nicht innerhalb eines Jahres amortisieren würde, allerdings seien die Marketing-Effekte beträchtlich: „Kaum einer geht bei unseren Führungen ohne Faltplan nach Hause — und für zehn Euro bekommt er noch ein Poster dazu“, freut sich Höfel über den Verkaufserfolg das ist ein Preis, der akzeptiert  wird". Der Laufer Altstadtfreund erinnert sich gerne an die Zusammenarbeit mit dem Argentinier: „Wir sind durch die Stadt getigert, Pablo de la Riestra hat eine Unmenge Fotos geschossen, anhand der Dias Bleistiftzeichnungen angefertigt, im zweiten Arbeitsgang mit Tusche nachgezeichnet und anschließend mit Buntstiften koloriert." Jede Kolorierung bestehe aus mindestens 20 Schichten, um auch jeden Farbton punktgenau abzubilden, betont der Künstler selbst. "Wir bewegen uns da auf ganz hohem Niveau", appellierte Koch anschließend an Stadt, Unternehmer und engagierte Bürger, das Projekt in Angriff zu nehmen. 

Herbert Höfel (l.) und Wilhelm Koch beschreiben, wie die Laufer Altstadtfreunde ihr Riestra-Projekt zum laufen brachten. 
Eine vergleichbare Großzeichnung der Amberger Altstadt würde laut Koch auf etwa 20 000 Euro kommen. 
Einzelbauten können schon für 350 bis 700 Euro in Auftrag gegeben werden:                  Bilder: Unger (2)

"Wir haben schon einen ersten  Sponsor, der das Luftmuseum zeichnen läßt, für die Paulanerkirche und die Alte Veste gibt es Interessenten - und irgendwann kommt dann vielleicht die große Stadtansicht."

 

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