| Rundbrief Nr. 65 |
| Rundbrief Nr. 65 Lauf,
im Februar 2010 Liebe
Altstadtfreunde, der
Geist der Schreiberin war willig, aber der Körper macht nicht immer
mit, und gegen Krankheit ist keiner gefeit. Daher muss der Vorsitzende
mit seinem eher trockenen Stil einspringen. Als erstes sei gleich ein wichtiger Termin genannt: Wir laden ganz herzlich ein zu unserer Jahreshauptversammlung am Dienstag,
2. März 2010 um 19:30 Uhr im Sitzungszimmer Hotel Post Tagesordnung: Berichte des Vorsitzenden, des Kassiers und der Kassenprüfer Neuwahlen des Vorstands und der Beisitzer Anträge, Verschiedenes Anschließend gemütliches Beisammensein, denn es ist auch der Termin für unseren monatlichen Stammtisch. Auch
die Mitglieder, die zwar gerne den Verein unterstützen, aber kein Amt
übernehmen wollen, können beruhigt zu der Versammlung kommen: keiner
wird gedrängt und überredet, die ganze bisherige Vorstandschaft stellt
sich zur Wiederwahl. Und weil wir schon bei den Terminen sind, hier gleich noch die Stammtische (jeweils 19 Uhr) 2. März Hotel-Gasthof Post (= Jahreshauptversammlung) 6. April Bräustübla Carmelo, Falknerstraße 4. Mai Zwinger Melber, Hersbrucker Tor 1. Juni Mauermühle 6. Juli Feuerwerk am Kunigundenberg im August mit Brotzeitkorb bei Fam. Birkmann neben dem Judenturm 7. September Altes Rathaus, Marktplatz 5. Oktober Atli am Friedensplatz 2. November Elea (Turmstüberl im Nürnberger Torturm) 7. Dezember Afroditi, Hämmernplatz Der Ausflug nach
Gräfenberg im
Oktober — lang ist‘s her — war recht unterhaltsam und die Führung durch
den Vorstand der dortigen Altstadtfreunde sehr informativ. Voller Neid
hörten wir, dass die dort eine eigene Scheune besitzen! Aber auch beim
Gegenbesuch der Gräfenberger klang immer wieder an, wie bewundernswert
unser Lauf ist und was schon alles zum Erhalt des mittelalterlichen
Ensembles geschafft wurde. Im Herbst ist eine neue Fahrt, diesmal nach Altdorf geplant. Näheres erfahren Sie rechtzeitig. Die
Pflege der Wasserräder verfolgt uns. Zuerst hatte das große, städtische
Wasserrad neben der Schleif einen Lagerschaden, der mit großem
finanziellen Einsatz der Stadt Lauf behoben wurde. In dem Zusammenhang
tauschten wir gleich die abgearbeiteten Schaufeln samt der zugehörigen
Arme aus — passendes Eichenholz für die Arme und Lärchenholz für die
Schaufeln lieferte der Bauhof, wir steuerten unsere Arbeitskraft und
die Menge an Schrauben, Bolzen, Muttern und Beilagscheiben dazu. Dann zeigte unser
kleines
Wasserrad für die Schleifmühle, dass es schon in die Jahre gekommen
war. Die zwei der sechs Segmente, die während des langen Stillstands im
Wasser ruhten, bevor wir die Schleif übernommen und wieder in Gang
gesetzt hatten, konnten ihre Schaufeln nicht mehr halten; auch
Provisorien mit Keilen und Nägeln halfen nur kurz. Sobald die Witterung
es zulässt, werden wir neue Teile einsetzen; sie liegen schon bereit. Und schließlich
zeigte sich das
große Wasserrad nach Einsetzen des Frostes in einem herrlich
glitzernden Eispanzer mit vielen langen Eiszapfen. Dann mussten wir das
Rad schnell abstellen, bevor Zapfen abbrechen und herunterfallen, denn
die hätten sich in dem schmalen Raum zwischen Flusssohle und
Radschaufeln verklemmen können und die Schaufeln beschädigt. Leider
wusste jemand, der auch den Schlüssel zum Schütz hat, nichts von dieser
Gefahr, drehte auf— und prompt sind einige Schaufeln gesplittert. Für das
Obergeschoss der
Schleif wurde uns eine Drehbank zur Verfügung gestellt, die man mit der
Transmission antreiben kann — im Austausch gegen die bisherige, die nur
mit Drehstrom ging und hässliche Geräusche von sich gab. Nachdem wir
das schwere Ding mit Hilfe der Feuerwehr Heuchling ins OG verfrachtet
hatten, ist jetzt unser unermüdlicher Norbert Demming dabei, die
Transmission zu ergänzen und anzuschließen. Ist Ihnen schon
aufgefallen,
dass die ovalen Schilder, mit denen die Altstadtfreunde auf besondere
Sehenswüirdigkeiten hinweisen, zum Teil erneuert wurden, einige neue
aufgehängt wurden und andere, die Vandalen zum Opfer gefallen waren,
wieder angebracht wurden? Man sollte mal wieder mit offenen Augen durch
Lauf gehen... Ein besonderer
Leckerbissen war
das Konzert des Gregorianischen Chors im Felsenkeller. Obwohl der
Termin am Wahlsonntag denkbar ungünstig war, waren beide Konzerte
ausverkauft. Das musikalische Erlebnis und die Stimmung in dem nur mit
Kerzen erhellten Raum bleiben unvergesslich; auch die Kulturredakteurin
der Pegnitzzeitung schrieb ohne Einschränkung begeistert darüber.
Einige Zuhörer und manche, die keine Karte mehr ergattern konnten,
baten um eine Wiederholung oder eine weitere Veranstaltung an diesem
eindrucksvollen Ort. Mal sehen, ob wir uns die Arbeit der Organisation
und Vorbereitung (z.B. 70 Stühle in den Keller schleppen und hinterher
wieder hochtragen) noch einmal antun. Zumindest im Herbst bei den
Märchentagen soll der Keller mit einbezogen werden. Sehen wir uns am
Ostermontag am
oberen Marktplatz, wenn die Kinder ihre Osternester, die ein
altstadtfreundlicher Hase versteckt hafte, gegen Süßigkeiten
eintauschen? Es ist immer so schön, den Kindern dabei in die Augen zu
sehen! In Vertretung der Schriftführerin Baldur Strobel Wenn Sie uns Ihre e-Mail-Adresse (zu treuen Händen) übermitteln, kommt der nächste Rundbrief vielleicht schon nicht mehr mit der Post. |
| Diese Seite ist Bestandteil der Website der Altstadtfreunde Lauf (www.altstadtfreunde-lauf.de) |